Keramikmuseum

Das Museum ist im ehemaligen Wohnsitz von Paul de Geiger untergebracht, der von 1871 bis 1914 Direktor der Steingutmanufaktur Saargemünd war. Das Museum erinnert an dieses Gewerbe, das die Stadt berühmt gemacht hat. Zu sehen ist eine umfangreiche Sammlung von Keramiken, die von der Angebotsfülle der Keramikmanufaktur zeugen - was ihren Kunden zugutekam : Im Bereich Dekoration und Tischkultur ist für jeden Geschmack etwas dabei. Ob Fayence, Steingut oder Porzellan, alle Arten von Keramik sind hier vertreten. Das wohl wertvollste Stück des Museums? Mit Sicherheit der denkmalgeschützte Wintergarten mit all seinen Schätzen, ein „Monument historique“, 1880 erbaut. Zu dem Museum zählt auch eine archäologische Sammlung, die das Leben in dieser Region im gallorömischen Zeitalter zeigt.

1. Etage

Die Keramikfresken

Keramik - hygienisch und dekorativ zugleich - schmückt ab dem späten 19. Jahrhundert Geschäfte, Gaststätten, Thermalbäder oder Restaurants. Ab 1880 entwirft die Manufaktur ihre Fresken in ihrer eigenen Dekorationswerkstatt in Paris. Die Entwürfe werden anschließend Architekten oder Auftraggebern vorgelegt, ehe sie schließlich in der Manufaktur hergestellt werden.
Im Besitz des Museums befinden sich einige bedeutende Original- Fresken von Künstlern wie Martial Simas, Alexandre Sandier, Eugène Grasset oder Carl Schuller.

1. Etage

Majolika

Ende der 1870er Jahre taucht ein Produkt auf, das Saargemünd in Europanoch bekannter macht : die Majolika.
Dabei handelt es sich um feine, farbig glasierte Tonware. Vorherrschende Farben : Marineblau, Türkisblau, Kupfergrün. Figuren, „Fantasieobjekte“ sowie einige monumentale Gegenstände profitieren erheblich von dieser neuen Technik.

1. Etage

Tafelservice

Die großen Tafelservice tauchen in Saargemünd um 1845 auf.
Zu den bekanntesten der Manufaktur gehören die Modelle Papillon und Rouen (gegen Ende des Zweiten Kaiserreichs) oder auch das Service Obernai, das 1902 vom Künstler Henri Loux entworfen wurde.
Ein einziges Service konnte aus über hundert Teilen bestehen ; Meisterstück war die Suppenschüssel.
Die Service wurden von Accessoires ergänzt, vom Menükartenständer bis zum Surtout de Table, die sich in der Sammlung des Museums befinden.



1. Etage

Archäologische
Sammlungen

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Die ersten Besiedelungsspuren der Region Saargemünd reichen bis ins Mittelpaläolithikum zurück, eine Zeit, die 300.000 bis 35.000 Jahre zurückliegt. Gibt es auch nur wenige Spuren einer prähistorischen Besiedelung, so sind doch etliche Stätten aus dem gallorömischen Zeitalter bekannt, die ab den 1970er Jahren freigelegt wurden. Zahlreiche Objekte aus dieser Zeit sind im Besitz des Museums. Sie sind in nach Themen geordneten Vitrinen ausgestellt und verdeutlichen den Alltag im gallo-römischen Zeitalter : Kleidung, Bau, Handwerk, Landwirtschaft...